Die CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag hat einen neuen Vorstand gewählt. Wie bereits in der vergangenen Wahlperiode wird die Fraktion durch Björn Thümler angeführt. Ihm zur Seite stehen 5 Stellvertreter und die weiteren Sprecher der Fachbereiche. Die beiden Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis Stade Helmut Dammann-Tamke und Kai Seefried gehören als Sprecher zukünftig dem Vorstand an.

Helmut Dammann-Tamke, der seit 2003 im Haushaltsausschuss gewirkt hat und seit 2008 zusätzlich im Agrarausschuss ist, wird sich zukünftig voll auf die Arbeit im Agrarausschuss konzentrieren. Bei den Wahlen zum Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden für diesen Bereich musste sich Dammann-Tamke nach dem dritten Wahlgang gegen den Braunschweiger Abgeordneten Frank Osterhelweg geschlagen geben. Danach wurde Dammann-Tamke als Sprecher für die Bereiche Ländlicher Raum, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gewählt und wird hier jetzt Verantwortung für ein breit gefächertes Aufgabenspektrum übernehmen.
Dammann-Tamke sieht die große Herausforderung in diesem Bereich insbesondere darin, deutlich zu machen, dass die CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag bereit ist, dem Wunsch nach mehr Verbraucherschutz, Tierschutz und Lebensmittelsicherheit Rechnung zu tragen, in Kenntnis um die große Bedeutung der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft in Niedersachsen, – es handelt sich nach der Fahrzeugindustrie um den zweitwichtigsten Wirtschaftszweig -, und auf diesem Weg gleichzeitig mit dem nötigen Fingerspitzengefühl an Diplomatie, die Niedersächsischen Landwirte und ihre individuellen Interessen mit einzubeziehen. Die Schwierigkeit der Aufgabe liegt insbesondere darin, dass in dem großen Flächenland Niedersachsen die Strukturen selbst in der Landwirtschaft sehr unterschiedlich sind und darüber hinaus, die Menschen in dem ländlichen Raum und die Menschen in unseren urbanen Zentren in ihren Lebenswelten häufig sehr weit auseinanderliegen. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe, bin mir aber der Herkulesaufgabe durchaus bewusst“ so Dammann-Tamke. Spannend ist zurzeit noch die Frage, ob ein sozialdemokratischer oder ein grüner Ressortminister oder Ressortministerin das Landwirtschaftsministerium übernehmen wird. Mit dieser Entscheidung ist sicherlich eine Weichenstellung im Hinblick auf die zukünftige Agrarpolitik der neuen Landesregierung zu erwarten.