Hannover. Helmut Dammann-Tamke, landwirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, hat die rot-grünen Vorschläge zur Bekämpfung der Milchkrise scharf kritisiert. „Mit einer Mengenregulierung allein ist den Milchbauern in Niedersachsen nicht geholfen. Wenn die Preise fallen, tragen sie nach wie vor die gesamte Risikolast. Minister Meyer muss endlich dafür sorgen, das Ausfallrisiko fair auf die gesamte Lieferkette zu verteilen“, so der CDU-Agrarexperte.

Nach dem Besuch zweier langjähriger Milcherzeuger in den Landkreisen Oldenburg und Wesermarch zeigte sich Dammann-Tamke begeistert vom Einsatz der niedersächsischen Bauern: „Es ist bemerkenswert, wie die Betriebe die Milchkrise in den vergangenen zwei Jahren trotz fehlender Unterstützung der rot-grünen Landesregierung überstanden haben. Für die Zukunft ist aber klar, dass wir für den Fall eines erneuten Preisverfalls geeignete Kriseninstrumente benötigen“, sagt Dammann-Tamke. „Wichtig ist es, den Betrieben die Bildung einer Risikorücklage zu ermöglichen, damit in guten Jahren steuerfrei für schlechte Jahre vorgesorgt werden kann. Darüber hinaus muss das Land ein Bürgerschaftsprogramm auflegen, das im Krisenfall greift. Das Ausfallrisiko darf nicht länger ausschließlich von den Produzenten getragen werden.“

Abschließend bedankte sich der CDU-Agrarexperte bei den niedersächsischen Milchbauern für ihre Arbeit: „Die Erzeuger und Molkereien leisten enorme Arbeit, um sich dem wachsenden, internationalen Wettbewerb zu stellen. Ich hoffe, dass der Milchpreis weiter steigt. Nur so kann kostendeckend gearbeitet werden.“

Zum Hintergrund: Der Arbeitskreis Landwirtschaft der CDU-Landtagsfraktion besuchte im Rahmen ihrer Aktionswoche „Leuchttürme der Lebensmittelproduktion in Niedersachsen“ bis zum 27.07.2017 zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen.