Hannover. Der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Helmut Dammann-Tamke, hat Landwirtschaftsminister Meyer in der Aktuellen Stunde des Landtages vorgeworfen, die Abgeordneten im Zusammenhang mit dem Fipronil-Skandal falsch informiert und dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit vorhandene Daten nur unzureichend übermittelt zu haben. „Obwohl Anfang August eine im Mai entnommene Probe positiv getestet wurde, hat Meyer im Rahmen seiner Unterrichtung am 9. August behauptet, dass alle 280 Proben negativ gewesen seien.“ Auch dem Bund habe er nicht alle angeforderten Daten zur Verfügung gestellt: „Niedersachsen hat gerade einmal eine Handvoll Ergebnisse übermittelt. Meyer lässt den Bund und die anderen Bundesländer damit im Stich.“

Der CDU-Agrarexperte weiter: „Meyer ist der König der Inszenierung. Wie schon beim Dioxin-Skandal geht der Landwirtschaftsminister erst medienwirksam in die Offensive, um anschließend mit erschreckendem Unwissen zu glänzen. Nicht nur, dass er eine positive Probe verschwiegen hat – auch war die Fipronil-Belastung der untersuchten Eier in der Spitze um das Siebenfache höher, als er in der Unterrichtung mitgeteilt hatte. Meyer kennt wie immer seine Zahlen nicht. Darüber hinaus hat der Minister den Verbrauchern bisher erfolgreich verschwiegen, dass seit Mitte Mai mindestens acht Millionen Eier von niedersächsischen Häfen in die Lebensmittelkette gelangt sind. Transparenz sieht anders aus.“

„Es ist Aufgabe des Landes, Lebensmittelkontrollen durchzuführen und deren Ergebnisse ernstzunehmen. Dem ist Meyer nicht ausreichend nachgekommen. Stattdessen schiebt er die Verantwortung nach Berlin“, so Dammann-Tamke.